Schartenspitze (2.328m), 06.07.2024, Dachsteingebirge
Die Schartenspitze (2.328m) ist nach dem Hohen Grimming (2.351m) der zweithöchste Gipfel am Grimmingstock. Nach längerer durchaus intensiver Recherche habe ich diese zusammen mit meinem Kumpel Simon am 06.07.2024 bestiegen. Auf sie führen keine markierten Wege und unserer Meinung nach ist sie der am schwersten zu besteigende Gipfel am Grimmingstock. Deswegen wird sie im Vergleich zum Hohen Grimming weit weniger oft besucht, das wird insbesondere bei der Durchsicht des Gipfelbuches deutlich
Die Route zur Schartenspitze ist aufgrund der Brüchigkeit
des Gesteins sehr gefährlich, erfordert alpines Gespür im weglosen und
ausgesetzten Gelände, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Außerdem sollte
man im Klettern bis zum III. Schwierigkeitsgrad geübt sein. Bei Nässe oder
Schnee sollte diese Tour keinesfalls begangen werden! Das Nachmachen dieser
Tour wird nur sehr geübten und erfahrenen Bergsteigern empfohlen!
Wegverlauf: Ausgangspunkt ist der Bergsteiger-Parkplatz Kulm, zunächst folgt man dem Nordanstieg über die erste Steilstufe bis zum Beginn des Schartenkars (Hubschrauberlandeplatz). Hier wird der markierte Weg verlassen, wir zweigen rechts ab und folgen den Wänden des Farbkogels bis zu einem größeren Schotterfeld. Danach geht es über die sogenannte „Heil“, bis kurz unterhalb des Grates hinauf, der Grat wird dabei aber nicht betreten! Unterhalb des Grates steuern wir nun eine schluchtartige Rinne an, die über ein schmales, durchaus ausgesetztes Band, erreicht wird. Hier bricht die Rinne steil ab und es folgt eine kurze Kletterei (SG II-III), ein Kamin und schon ist eine Scharte erreicht. Von hier wechseln wir auf die andere Seite des Grates und kommen fast im Gehgelände problemlos zum Gipfel der Schartenspitze.
Bis zum Schartenkar markiert, danach sind nur mehr
vereinzelt Steinmännchen und kurz vor der schluchtartigen Rinne verblasste
Farbpunkte und Pfeile (auf diese achten) vorhanden. Die Hauptschwierigkeit
liegt definitiv in der Wegfindung sowie im teils brüchigen Gestein!
Die erste Steilstufe des Grimming-Nordanstieges:
Das Schartenkar ist erreicht, hier beginnt der weglose Aufstieg:
Schon vorbei am Farbkogel (1.905m):
Aufgestiegen sind wir hier entlang der Wände, besser eher links halten (so sind wir abgestiegen), hier sind auch Steinmännchen:
Noch ein Rückblick zum Farbkogel:
Der Farbkogel befindet sich mittlerweile weit unter uns, wir sind in der unglaublich steilen „Heil“ angekommen, ein Stolperer oder Ausrutscher wäre hier bereits fatal:
Hier unterhalb des Grates queren wir zur schluchtartigen Rinne (gelber Pfeil):
Die Querung ist problemlos:
Hier sind vereinzelt auch wieder Steinmännchen:
Der richtige Zustieg geht vermutlich genau durch das Schneefeld, wir sind es unterhalb umgangen:
Unser ungefährer Aufstiegsweg gelb eingezeichnet:
Dieses Band (durchaus ausgesetzt) leitet uns in die schluchtartige Rinne:
Der ungefähre Aufstiegsweg wieder gelb eingezeichnet, wo die Rinne steil abbricht, beginnt die….
….kurze Kletterei (SG II-III), hier ist ausrutschen verboten!!! Ist die Rinne erreicht, sind die schwierigsten Stellen gemeistert, es folgt noch ein kurzer nicht allzu schwerer Kamin und schon ist die Scharte erreicht. Es gibt hier immer wieder Steinmännchen und verblasste rote Pfeile und Punkte:
Ab der Scharte wechselt der Weg auf die andere Seite des Grates, von hier ist fast nur noch Gehgelände bis zum Gipfel der Schartenspitze:
Rückblick:
Ab hier dann ganz einfach zum Gipfel:
Schartenspitze (2.328m):
Die Höhenangabe im Gipfelbuch stimmt nicht:
Rechts der Bildmitte der Grimming:
Der Abstieg erfolgte nahezu am gleichen Weg, nur die „Heil“ und das darunter liegende Schotterfeld sind wir im Abstieg schlauer gegangen (hier sind auch Steinmännchen), hier sind wir im Abstieg ungefähr runtergekommen, ab dieser Stelle dann nicht in Richtung der Wände gehen, sondern im Gras halten:


































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