Tressenstein, 1.196m (Dachsteingebirge), einmal anders, 17.04.2026

 Der Tressenstein ist ein schöner Aussichtsberg der schnell zu erreichen ist. Als Stainacher ist die Anfahrt zu den Ausgangspunkten nach Trautenfels oder Niederstuttern nicht allzu lange. Der Normalweg auf den Tressenstein über die Grimminghütte ist vielen bekannt und nicht allzu schwer. Der „Jagasteig“ ist etwas anspruchsvoller aber für den geübten Wanderer sollte dieser auch kein Problem darstellen, er ist gut ausgetreten und mit roten sowie blauen Punkten markiert. Dass  es auch von Untergrimming einen Steig auf den Tressenstein geben soll, wissen hingegen die wenigsten, den genauen Verlauf dieses Steiges konnte mir niemand hundertprozentig erklären und so musste ich dieses Gebiet, im Abstieg, selbst erforschen. Das „einmal anders“ bezieht sich somit auf den Abstieg nach Untergrimming. Eines sei schon einmal vorweg gesagt, einen durchgehenden Steig hinunter nach Untergrimming habe ich nie gefunden, allerdings einige Steigspuren. Vorm endgültigen Abstieg nach Untergrimming bin ich noch Richtung Grimming gegangen, um dort eine in alten Karten eingezeichnete Jagdhütte zu erkunden, diese habe ich allerdings auch nicht gefunden. Von dort wollte ich dann durch einen Graben absteigen und dort auf einen von Untergrimming kommenden Weg/Steig gelangen und das war nicht die beste Idee ;)

Übersichtskarte in der Bergfex OSM:

Startpunkt war der Parkplatz beim Schloss Trautenfels:

Noch einen kurzen Abstecher zur evangelischen Kirchenruine Neuhaus:


Der „Trautenfelser“ Einstieg zum Jagasteig:

Es gibt immer wieder rote sowie blaue Punkte und Pfeile:

Hier eine etwas anspruchsvollere Stelle – sollte für den geübten Wanderer allerdings kein Problem darstellen – bei Nässe und/oder Schnee allerdings nicht zu unterschätzen, hier spreche ich aus Erfahrung:

Die Stelle noch einmal im Rückblick:

Unmittelbar danach teilt sich der Weg, der Jagasteig würde nach rechts weitergehen, heute bin ich seit längerer Zeit wieder einmal die linke Variante “Norberts Himmelsleiter“ gegangen:

Auch hier gibt es blaue Markierungen:

„Norberts Himmelsleiter“ trifft wieder auf den Jagasteig, dieser würde nun auf den von der Grimminghütte kommenden Normalweg treffen, es gibt aber auch hier noch eine  anspruchsvollere Abkürzung direkt hinauf zum Gipfel (bei Nässe und Schnee auch nicht zu unterschätzen!):

Die Abkürzung im Rückblick:

Noch ein Rückblick unmittelbar vorm Gipfel:

Gipfel Tressenstein (1.196m):


Schöner Ausblick ins Ennstal und zu meinem Ausgangspunkt (gelber Pfeil):


Im Gipfelbereich erkundete ich auch schon das Gelände, einer Erzählung nach soll hier irgendwo der Steig von Untergrimming direkt zum Gipfel heraufkommen – kann ich mir aber eher nicht vorstellen:


Ich schaute mir noch einmal diese sehr steile Rinne in der Nähe des Gipfels an – hier würde man schon irgendwie herunterkommen, Steigspuren oder andere Hinweise konnte ich allerdings nicht finden:


Somit griff ich wieder zu meinem ursprünglichen Plan, ich stieg ein Stück des Normalweges ab und querte unterhalb der Felswand in Richtung Grimming:


Ich kam auch einen Kamm wo ich gelegentlich Steigspuren sah:


Plötzlich stand ich vor diesem Baum, ob es sich hier um eine Wegmarkierung handelt?


Kurz danach traf ich auf eine Forststraße, die Richtung Grimming führt:


Sie steigt sogar wieder etwas an:


Plötzlich sah ich dieses Steinmännchen – auch hier konnte ich mir nicht erklären was da markiert sein soll, weitere Steinmännchen in diesem Bereich habe ich nicht mehr gesehen:


Rückblick zum Tressenstein:


Jetzt wollte ich noch die Jagdhütte suchen, habe allerdings nichts gefunden:


Noch ein Rückblick zum Tressenstein, ehe ich mit dem Abstieg begann:


Weglos und sehr steil durch den „Buchwald“ hinunter:


Ich wollte in den Graben, wo laut Karten ein Weg/Steig von Untergrimming heraufkommt, gelangen – ich merkte aber schnell, dass ich im falschen Graben war. Eine Querung in den „richtigen“ Graben war lange nicht möglich, da zu steil und durch das Laub sehr rutschig, erst nach dieser Stelle querte ich in den Graben und erlebte mein blaues Wunder:


Der Steig/Weg oder was auch immer das sein soll, war dermaßen steil, dass ich bald wieder in den weniger steilen Wald wechselte:


Hier bildete ich mir ein, eine alte rot-weiß-rote Markierung zu sehen, gestärkt wurde meine Annahme dadurch, dass nach dem Baum auch Steigspuren zu sehen waren, diesen folgte ich kurz, sie führten tatsächlich Richtung Tressenstein. Rasch wurden diese aber weniger und als dann auch noch einige umgestürzte Bäume kamen,  drehte ich um:


 Danach stieg ich weitgehend weglos im schönen nicht mehr allzu steilen Wald ab:


Die von mir anvisierte Forststraße ist schon zu sehen:


 Hier stehe ich schon auf der Forststraße und blicke zum Gipfel des Tressensteines empor:


hier wäre ich herausgekommen, wenn ich den steilen Weg/Steig von vorher bis nach unten gegangen wäre:


Bald traf ich auf den markierten Weg der von Untergimming nach Trautenfels führt und so gelangte ich zurück zum Ausgangspunkt. Wäre gespannt, ob von euch schon einmal  jemand von diesem Steig von Untergrimming gehört hat? Ich werde mich jedenfalls weiter damit beschäftigen.

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