Der Tressenstein ist ein schöner Aussichtsberg der schnell
zu erreichen ist. Als Stainacher ist die Anfahrt zu den Ausgangspunkten nach
Trautenfels oder Niederstuttern nicht allzu lange. Der Normalweg auf den
Tressenstein über die Grimminghütte ist vielen bekannt und nicht allzu schwer.
Der „Jagasteig“ ist etwas anspruchsvoller aber für den geübten Wanderer sollte
dieser auch kein Problem darstellen, er ist gut ausgetreten und mit roten sowie
blauen Punkten markiert. Dass es auch
von Untergrimming einen Steig auf den Tressenstein geben soll, wissen hingegen
die wenigsten, den genauen Verlauf dieses Steiges konnte mir niemand hundertprozentig
erklären und so musste ich dieses Gebiet, im Abstieg, selbst erforschen. Das
„einmal anders“ bezieht sich somit auf den Abstieg nach Untergrimming. Eines
sei schon einmal vorweg gesagt, einen durchgehenden Steig hinunter nach
Untergrimming habe ich nie gefunden, allerdings einige Steigspuren. Vorm endgültigen
Abstieg nach Untergrimming bin ich noch Richtung Grimming gegangen, um dort
eine in alten Karten eingezeichnete Jagdhütte zu erkunden, diese habe ich
allerdings auch nicht gefunden. Von dort wollte ich dann durch einen Graben
absteigen und dort auf einen von Untergrimming kommenden Weg/Steig gelangen und
das war nicht die beste Idee ;)
Übersichtskarte in der Bergfex OSM:
Startpunkt war
der Parkplatz beim Schloss Trautenfels:
Noch einen kurzen Abstecher zur evangelischen Kirchenruine Neuhaus:
Der „Trautenfelser“ Einstieg zum Jagasteig:
Es gibt immer wieder rote sowie blaue Punkte und Pfeile:
Hier eine etwas anspruchsvollere Stelle – sollte für den
geübten Wanderer allerdings kein Problem darstellen – bei Nässe und/oder Schnee
allerdings nicht zu unterschätzen, hier spreche ich aus Erfahrung:
Die Stelle noch einmal im Rückblick:
Unmittelbar danach teilt sich der Weg, der Jagasteig
würde nach rechts weitergehen, heute bin ich seit längerer Zeit wieder einmal
die linke Variante “Norberts Himmelsleiter“ gegangen:
Auch hier gibt es blaue Markierungen:
„Norberts Himmelsleiter“ trifft wieder auf den
Jagasteig, dieser würde nun auf den von der Grimminghütte kommenden Normalweg
treffen, es gibt aber auch hier noch eine
anspruchsvollere Abkürzung direkt hinauf zum Gipfel (bei Nässe und
Schnee auch nicht zu unterschätzen!):
Die Abkürzung im Rückblick:
Noch ein Rückblick unmittelbar vorm Gipfel:
Gipfel Tressenstein (1.196m):
Schöner Ausblick ins Ennstal und zu meinem
Ausgangspunkt (gelber Pfeil):
Im Gipfelbereich erkundete ich auch schon das Gelände,
einer Erzählung nach soll hier irgendwo der Steig von Untergrimming direkt zum
Gipfel heraufkommen – kann ich mir aber eher nicht vorstellen:
Ich schaute mir noch einmal diese sehr steile Rinne in
der Nähe des Gipfels an – hier würde man schon irgendwie herunterkommen,
Steigspuren oder andere Hinweise konnte ich allerdings nicht finden:
Somit griff ich wieder zu meinem ursprünglichen Plan,
ich stieg ein Stück des Normalweges ab und querte unterhalb der Felswand in
Richtung Grimming:
Ich kam auch einen Kamm wo ich gelegentlich Steigspuren
sah:
Plötzlich stand ich vor diesem Baum, ob es sich hier um
eine Wegmarkierung handelt?
Kurz danach traf ich auf eine Forststraße, die Richtung
Grimming führt:
Sie steigt sogar wieder etwas an:
Plötzlich sah ich dieses Steinmännchen – auch hier
konnte ich mir nicht erklären was da markiert sein soll, weitere Steinmännchen
in diesem Bereich habe ich nicht mehr gesehen:
Rückblick zum Tressenstein:
Jetzt wollte ich noch die Jagdhütte suchen, habe
allerdings nichts gefunden:
Noch ein Rückblick zum Tressenstein, ehe ich mit dem
Abstieg begann:
Weglos und sehr steil durch den „Buchwald“ hinunter:
Ich wollte in den Graben, wo laut Karten ein Weg/Steig
von Untergrimming heraufkommt, gelangen – ich merkte aber schnell, dass ich im
falschen Graben war. Eine Querung in den „richtigen“ Graben war lange nicht
möglich, da zu steil und durch das Laub sehr rutschig, erst nach dieser Stelle
querte ich in den Graben und erlebte mein blaues Wunder:
Der Steig/Weg oder was auch immer das sein soll, war
dermaßen steil, dass ich bald wieder in den weniger steilen Wald wechselte:
Hier bildete ich mir ein, eine alte rot-weiß-rote
Markierung zu sehen, gestärkt wurde meine Annahme dadurch, dass nach dem Baum
auch Steigspuren zu sehen waren, diesen folgte ich kurz, sie führten
tatsächlich Richtung Tressenstein. Rasch wurden diese aber weniger und als dann
auch noch einige umgestürzte Bäume kamen,
drehte ich um:
Danach stieg ich weitgehend weglos im schönen nicht
mehr allzu steilen Wald ab:
Die von mir anvisierte Forststraße ist schon zu sehen:
Hier stehe ich schon auf der Forststraße und blicke zum
Gipfel des Tressensteines empor:
hier wäre ich herausgekommen, wenn ich den steilen
Weg/Steig von vorher bis nach unten gegangen wäre:
Bald traf ich auf den markierten Weg der von Untergimming
nach Trautenfels führt und so gelangte ich zurück zum Ausgangspunkt. Wäre
gespannt, ob von euch schon einmal
jemand von diesem Steig von Untergrimming gehört hat? Ich werde mich
jedenfalls weiter damit beschäftigen.
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