Stoderzinken (2.048m) von Gröbming aus sowie Horneck (≈ 1.272m) und Freienstein (1.279m), Dachsteingebirge am 03.07.2026

Ein herrlicher Freitagnachmittag im Dachsteingebirge brachte mich endlich an ein Ziel, das ich schon seit meinen Anfängen im Bergsport im Auge hatte: den markanten Stoderzinken (2.048 m). Kombiniert mit dem Horneck und dem Freienstein (1.279 m) wurde daraus eine anspruchsvolle, abwechslungsreiche Rundtour ab Gröbming.

Hier ist der ausführliche Tourenbericht zu diesem landschaftlichen Highlight.


Tourdaten im Überblick

·         Datum: 03.07.2026

·         Gipfel: Stoderzinken (2.048 m), Horneck (~1.272 m), Freienstein (1.279 m) 

      Ausgangspunkt: Gröbming (vor Beginn der Mautstraße)

·        Distanz: 16,6 Kilometer

·         Höhenmeter: ca. 1.300 hm im Auf- und Abstieg

·         Anforderung: Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, Kondition


Etappe 1: Der Aufstieg von ganz unten zum Stoderzinken

Da für mich nur eine „vollständige“ Bergtour mit echten Höhenmetern infrage kam, startete ich direkt im Tal. Das sparte nicht nur die Mautstraße, sondern bot auch maximalen sportlichen Wert. Der Weg nach oben präsentierte sich von Anfang an enorm abwechslungsreich. In regelmäßigem Wechsel ging es über die Kehren der Mautstraße, knackige Waldsteige und Schotterwege zügig bergauf. Die Beine liefen gut, und die kühle Waldluft machte die Sommerhitze am Nachmittag erträglich.

Oben angekommen, steuerte ich vorm Gipfelsturm noch das berühmte Friedenskircherl an. Die kleine Kapelle schmiegt sich spektakulär in die senkrechte Felswand und bietet einen Tiefblick, der jedes Mal aufs Neue fasziniert. Nach einer kurzen Rast folgte das nächste Highlight: der Florasteig. Dieser schmale, teilweise seilversicherte Pfad leitet geschickt durch die felsige Flanke hinauf zum Gipfel.

Am Gipfel des Stoderzinken (2.048 m) öffnete sich ein grandioses Panorama über das Ennstal und die umliegende Bergwelt. Die Mühen des langen Aufstiegs aus dem Tal waren beim Blick in die Tiefe sofort vergessen.


Etappe 2: Der Gratübergang zu Horneck und Freienstein

Nach der Gipfelrast begann der Abstieg zurück nach Süden in Richtung des Sattels vor dem Horneck. Ab hier änderte die Tour ihren Charakter komplett. Der gemütliche Wanderweg wich einer anspruchsvollen, aber wunderschönen Gratwanderung.

Der Steig führt entlang der Abbruchkante über das Horneck weiter zum Freienstein (1.279 m). Hier war volle Konzentration gefragt: Der Pfad ist teilweise etwas ausgesetzt, erfordert durchaus Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Einige schroffe Felspassagen sind mit Seilversicherungen entschärft, was den Kraxelspaß perfekt macht. Die Kombination aus alpiner Herausforderung und den Tiefblicken ins Tal machte diesen Abschnitt zum heimlichen Favoriten der Tour.


Etappe 3: Abstieg zurück zum Ausgangspunkt

Vom Freienstein ging es schließlich weiter über den Grat, kurz vor dem Schneerosenhügel  dann eine Weggabelung, ich folgte dem Steig in angenehmem Gefälle zurück nach unten, wo sich die Runde am Parkplatz des Ausgangspunkts schloss.


Fazit

Eine absolute Traumrunde für alle, die den Stoderzinken nicht nur als "Drive-In-Gipfel" erleben wollen. Die 1.300 Höhenmeter fordern die Kondition, während der Wechsel aus Waldwegen, dem ausgesetzten Florasteig und dem versicherten Gratweg am Freienstein für durchgehende Spannung sorgt. Ein gelungener Bergnachmittag, der eine jahrelange Lücke in meinem Tourenbuch perfekt geschlossen hat!

 Am Anfang folgt man der Mautstraße, danach führ ein schöner Steig steil nach oben:


Der Sattel war erreicht, links geht der markierte Weg in Richtung Horneck und Freienstein – da werde ich dann später auch noch hinkommen – zuvor ging es aber zum Stoderzinken – die Tafel dürfte auch schon einige Jahre auf dem Buckel haben J:


Nach einem kurzen Abschnitt im Wald kommt man über diese „Treppe“ auf eine Forststraße, welcher man ein wenig folgt:


Der Weiterweg gestaltet sich abwechslungsreich – man quert einige Male die Mautstraße, folgt dieser oder Waldsteigen – hier verläuft der Weg gerade entlang der Mautstraße – oberhalb der Straße zeigt sich schon der Stoderzinken, bis dorthin ist es aber noch ein Stück:


Nun wieder auf einem schönen Steig entlang einer Wand:


Rückblick – es wird auch etwas alpiner, aber nie schwierig:


Hier hilft sogar eine Seilversicherung:


Hier schon am Weg zum Friedenskircherl:


Schöner Ausblick – leider spielte das Wetter nicht ganz mit:


Wunderschöner Steig zum….


….Friedenskircherl:




Zum Gipfel geht es über den „Florasteig“:


Auch hier helfen einige Seilversicherungen – der Steig ist aber grundsätzlich nicht schwierig:


Blick nach Gröbming:


Und zum Kammspitz vom….


,,,,Gipfel des Stoderzinkens (2.048m):



Die Wolken machten mir etwas Sorgen, aber es sollte trocken bleiben und in weiterer Folge setzte sich sogar die Sonne durch:


Der Abstieg erfolgte auf selben Weg bis zum Sattel vorm Horneck und Freienstein – da ich noch genug Energie hatte, beschloss ich, diese beiden Gipfel auch mitzunehmen. Bald tauchten die ersten Seilversicherungen auf – es wurde anspruchsvoller:


Ein provisorisches Gipfelkreuz am Horneck (≈ 1.272 m):


Einige Meter weiter weg vom Gipfelkreuz befindet sich diese Tafel:


Kurz vorm Freienstein-Gipfel wird der Steig anspruchsvoller und ausgesetzter, einige Seilversicherungen und Trittstifte entschärfen diese Passage:



Am Freienstein (1.279 m):




Der weitere Gratweg erfordert noch einmal etwas Trittsicherheit und Schwindelfreiheit:


Hier tauchen immer wieder Seilversicherungen:



Bei der Weggabelung vorm Schneerosenhügel folgte ich dem Steig zurück zum Ausgangspunkt.  

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